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Windows auf dem Roboter
Spätestens bei aufwändigen Algorithmen wie bei der Bildverarbeitung kommt man meistens nicht umhin, einen im Vergleich zum Mikrocontroller sehr rechenstarken PC zu verwenden. Es gibt zwar auch hier Kameramodule, die Aufgaben wie das Finden von Farben selbst übernehmen. Ebenso bieten sich Funkkameras an, mit denen die Bildverarbeitung auf einem zentralen Rechner durchgeführt und deren Daten dann an den Roboter zurückgesendet werden können. Wenn man sich aber doch für einen kleines Mainboard entscheidet, das auf dem Roboter installiert wird, kommt die Frage nach dem richtigen Betriebssystem auf.
Die Linux-Benutzer unter uns werden sicherlich auch hier dieses OS wählen, da es sehr einfach auf die relativ niedrigen Bedürfnisse optimiert werden kann. Dies ist unter Windows hingegen nicht so einfach, man installiert entweder alles oder nichts. Diejenigen, die dennoch Windows verwenden möchten, könnten von der im Folgenden vorgestellten Variante profitieren.
Vor kurzem bin ich durch Zufall auf Windows XP embedded gestoßen. Dabei handelt es sich um eine modulare Version von Windows XP, mit der ein angepasstes System erstellt werden kann. Dieses kann so eingerichtet werden, dass es erstens nur die Gerätetreiber, die wirklich benötigt werden, enthält. Der Nachteil dabei zwar, dass neue Komponenten dann nicht mehr wie sonst üblich nur eingesteckt werden müssen, um zu funktionieren. Der Vorteil ist aber der geringe Speicherverbrauch, der (zweitens) auch dadurch vermindert wird, dass Systemkomponenten wie Hardware-Manager, Assistenten oder Sicherheitscenter, aber auch Mitbringsel wie Hintergrundbilder und Sounds nur dann installiert werden, wenn man sie wirklich braucht. Dies wiederum kann (drittens) verhindern, dass das plötzliche Anspringen von Diensten wie Automatische Updates oder Festplattendefragmentierung die Systemleistung verringert.